Dorfleben - Aktuelles aus dem Museumsdorf

 

7. Juni 2018

Mühlentag – Tierischer Antrieb nach 133 Jahren

Pfingstmontag ist traditionell in ganz Deutschland Mühlentag. Viele der historischen Mühlen sind dann für Besucher geöffnet. Auch die Grützmühle im Museumsdorf war an diesem Tag für Besucher zugänglich und auch in Betrieb. Dieses Mal gab es aber etwas ganz Besonderes zu bestaunen: Erstmals nach 133 Jahren, so ist es aus den Aufzeichnungen über die Mühle zu errechnen, wurde sie wieder mit einem tierischen Antrieb in Gang gesetzt. Waren es früher Pferde, so kamen jetzt die Museums-Rinder zum Einsatz, denn die Museumspferde sind zu groß und zu kräftig für die alte Konstruktion. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich über die Mühle, das Mahlwerk und die Geschichte rund um das Müllerhandwerk zu informieren. So wurde zum Beispiel auch gezeigt, wie die Mühlsteine geschärft werden.

 

 

4. Mai 2018

Mitgliederversammlung

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „De Spieker“ am 03. Mai 2018 gab es personelle Veränderungen. Jürgen Fischer trat von seinem Amt als Vorsitzender des Vorstands nach 9 Jahren aus persönlichen Gründen zurück. Als neue Vorsitzende wurde Elisabeth Thölke gewählt. Vielen ist sie als ehemalige Schulleiterin der Stadtteilschule Walddörfer bekannt. Sie wird noch bis zu den Sommerferien im Schuldienst tätig sein. Dann geht sie in den Un-Ruhestand, denn sie freut sich schon auf die neuen Aufgaben im Museumsdorf. Jürgen Fischer wird dem Vorstand weiterhin als Beisitzer angehören, so dass ein reibungsloser Übergang der Vereinsleitung gewährleistet ist. Er wird auch noch bis zum Sommer, in Abstimmung mit Elisabeth Thölke, dem Vorstand kommissarisch vorstehen.
Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen. Für den Tätigkeitsbericht und den Kassenbericht wurde der Vorstand von der Mitgliederversammlung entlastet. Der Schatzmeister des Vereins, Nicolai Hansen, wurde ebenso wie der Beisitzer im geschaftsführenden Vorstand, Frank Christl, für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Der Vorsitzende der Stiftung Museumsdorf Volksdorf, Andreas Meyer, und die Geschäftsführerin der GmbH Museumsdorf Volksdorf, Astrid Grußendorf, berichteten jeweils aus ihren Arbeitsbereichen. Zum Schluss gab Museumswart Egbert Läufer noch einen Ausblick auf die kommenden Monate, wobei er einen besonderen Schwerpunkt auf den veränderten Viehbestand legte.

 

2. Mai 2018

Kleine Nachschau auf das
Aufstellen des Maibaums am 30. April 2018

 
 

 

25. April 2018

Pferdestärken und starke Pferde

Eindrücke vom Treckertreffen am 22. April 2018

Tonk, tonk, tonk, tonk – ein dumpfes, rhythmisches Tuckern. Es vermischt sich mit fröhlichem Kinderlachen, vielstimmigem Gespräch und dem vorlauten Rufen der Gänse. Kälber tollen ausgelassen in ihrem Gehege herum, Ziegen dösen in der Sonne. Da brüllt plötzlich ein Buschhacker los, eine Maschine, die hinter einem großen Trecker hängt und mit einem Riesenappetit dicke Weidenäste zu feinen Holzschnitzen verdaut. Treckerfreunde und –vereine aus Rümpel, Linau und der näheren Umgebung stellen heute im Museumsdorf historische Trecker und Landmaschinen vor. In bunten Reihen stehen die Maschinen auf dem Gelände. Die stolzen Besitzer geben fachkundig Auskunft über Baujahr, Leistung und technische Besonderheiten. Gerne werden auch lustige Anekdoten erzählt. Das Interesse ist groß, bei Jung und Alt – schnell füllt sich das Dorf. Am Ende des Tages werden es über 1800 Besucher sein.


Foto: Helmer Nettlau

Sie kommen, um Traktoren und historische Antriebstechnik im Einsatz zu erleben und sich nebenbei eine der vielen angebotenen Köstlichkeiten der rustikalen Küche schmecken zu lassen. Um 12.30 Uhr startet ein Trecker-Korso zu einer Rundfahrt durch Volksdorf – ein farbenfrohes Bild und für Fans auch ein akustisches Erlebnis. Viele historische Modelle, die früher zum alltäglichen Bild der ländlichen Heimat gehörten, sind dabei. Damals haben sie Äcker gepflügt und Mähbalken oder Heuwender angetrieben. Viele Besucher kennen die meisten Marken: Porsche, Deutz, Fendt, McCormick. Hin und wieder hört man den heute wohl am häufigsten fallenden Satz: „So einen hatte mein Opa.“


Foto: Helmer Nettlau

Das Treckertreffen findet nach fünf Jahren Unterbrechung erstmals wieder im Museumsdorf Volksdorf statt. Die Veranstaltung ist heute aber nicht nur ein Treffen für Technikfreunde, denn viele Menschen kommen auch, um bei strahlendem Sonnenschein einen Tag bäuerliches Leben im Museumsdorf mitzuerleben. Genauso ist es auch ein Tag für die Kinder. Sie laufen staunend umher, lassen sich von ihren Eltern den Unterschied zwischen Hahn und Henne erklären und vergnügen sich mit großer Freude an einem der vielen Kinderspiele auf der Dorfwiese oder werden von Papa auf einen Treckersitz gehoben.
Im Wagnerhof wird Technik- und Regionalgeschichte erklärt. Der Schmied hämmert das glühende Eisen. Frisches, duftendes Brot wird vom Bäcker aus dem Steinofen gezogen An der alten Grützmühle wird gezeigt, wie es vor dem Maschinenzeitalter lief: Die Pferde müssen ran und den Göpel antreiben. Der sandige Boden staubt unter den schweren Hufen der Tiere. Zum Abschluss noch eine Fahrt mit der von den Kaltblutpferden gezogenen Kutsche und dann verabschiedet man sich mit dem Vorsatz, beim nächsten Treckertreffen wiederzukommen.
(Ein Bericht von Helmer Nettlau)

Das Museumdorf Volksdorf dankt allen Treckerfreunden für die Teilnahme am Treckertreff 2018!

 

21. April 2018

Lokis Logbuch

Hallo liebe Kinder,
gerade erst sind die Kühe bei uns eingezogen und haben auch gleich das erste Kalb mitgebracht, da ist auch schon das nächste da. Und es geht noch weiter: Egbert sagt, in einigen Wochen wird die Geburt eines weiteren, niedlichen kleinen Kälbchens erwartet. Da bin ich mal gespannt, welche Farbe es hat. Ein schwarz-weißes und ein braun-weißes haben wir ja schon. Ich bin für rot-weiß. Das sind ja die Hamburger Farben. Welche Farbe wünscht Ihr Euch denn?
Bis bald
Euer Loki

 

11. April 2018

Der 7. Spinnwettbewerb im Museumsdorf Volksdorf

Am 11. März 2018 veranstaltete der Spinnkreis den 7. Spinnwettbewerb „Wer spinnt den längsten Faden?“ im Wagnerhof des Museumsdorfes. Bei wunderbarstem Frühlingswetter fanden sich 25 Spinnerinnen mit ihrem Spinnrad und 7 Spinnerinnen und Spinner mit ihrer Handspindel zum Wettbewerb im Museumsdorf ein, die sogar u.a. aus Lübeck, Schönberg, Hermannsburg und Kiel kamen. Durch das tolle Wetter wurde auch eine Vielzahl von Besuchern angelockt. Zur Begrüßung gab es natürlich wie immer leckere Kuchen, Schnittchen, Kaffee und andere Getränke.
Als sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestärkt und einen Platz in der großen Runde gefunden hatten erhielt jede/r ein Starter-Päckchen mit 50 g unseres Museumsschaf-Vlieses. Gegen 15 Uhr erklang die Startglocke: Alle Spinnerinnen und der einziger männlicher Spinner in dieser Runde begannen mit hochkonzentriertem Spinnen, um in 30 Minuten aus 50 g Vlies den längsten Faden zu spinnen.


Foto: Daphne Reuver

 

Die vielen Besucher saßen gemütlich an den Tischen, genossen Kaffee und Kuchen und waren sehr interessiert an dem Geschehen. Nach 30 Minuten erklang wieder die Glocke, der Spinnstress war vorüber! Nun wurden die mit einer Haspel gesponnenen Meter der einzelnen Spinnerinnen berechnet. Die Wettkampfleitung hat die gesponnenen Meter notiert und die Platzierungen errechnet, hier die ersten Plätze des Wettbewerbs:

 

Am Spinnrad:
Platz 1: Evelyn Brandt - 165,0 m
Platz 2: Hannelore Hansen - 148,0 m
Platz 3: Jennifer Jasper - 144,0 m

 

Mit der Handspindel:
Platz 1: Petra Harders-Cabrera - 57,0 m
Platz 2: Monika Humke-Jurkuhn - 56,5 m
Platz 3: Britt Pecher - 48,0 m

 

Die Preise bestanden aus wunderbaren bunten Kammzügen für das entspannte Spinnen daheim. Die Spinnerinnen der beiden ersten Plätze erhielten außerdem den Wanderpokal (eine tolle Handspindel in einem Ständer aus Eibenholz). Da Petra Harders-Cabrera diesen Wanderpokal in den letzten Jahren schon dreimal gewonnen hatte, durfte sie ihn behalten. Hans-Otto Willer erstellte wieder aus wunderschönem Holz mit einer hübschen Handspindel einen neuen Pokal, den Petra an diesem Tag gleich wieder eroberte. Für die Spinnerin mit der weitesten Anreise (aus Hambühren in der Nähe von Celle) gab es einen Sonderpreis.


Foto: Daphne Reuver

Nach der Preisverteilung wurde noch lange geklönt und gelacht und natürlich noch gesponnen, denn das wichtigste an diesem Wettbewerb ist immer die Freude am gemeinsamen Handarbeiten.
Vielen herzlichen Dank an unsere Helfer, die diesen schönen Nachmittag ermöglicht haben: Evelyn Brandt, Angela Lehmkuhl, Elke Neupert, Lilo Reinwaldt, Nele Krull, Renate Tappendorf und Peter Rehren.
(Ein Bericht von Brigitte Rehren)

 

21. März 2018

Lokis Logbuch

Hallo liebe Kinder,
mögt ihr auch Indianerfilme? Und gefallen euch die Tänze und der Federschmuck der Häuptlinge? Bei uns im Museumsdorf könnt ihr jetzt sehen, wo die Indianer die Federn geklaut und sich die Tänze abgeguckt haben. Daniel hat nämlich einen Bronzeputer besorgt. Der hat sich bei uns auf dem Hof etwas seltsam aufgeführt. Er hat ein schönes großes Rad geschlagen, gekollert und so komisch mit den Federn geklappert. Egbert hat wohl meinen fragenden Blick gesehen und mir dann erklärt, dass die Puter eigentlich aus Nord- und Mittelamerika kommen, wo auch die Indianer wohnen. Na, damit ist doch wohl alles klar, oder?
So nun Tschüß - bis bald
Euer Loki

 

15. März 2018

Natürlicher geht’s nicht - Viehtransport wie vor 100 Jahren

Von Holger Braun
Erst seit kurzer Zeit kann man im Museumsdorf Kühe bewundern. Ein kleines Kälbchen ist auch dabei. Aber dabei soll es nicht bleiben. Weitere Kälber sollen folgen. Damit es dazu kommt, müssen die Kühe besamt werden. Also machte sich am Freitag, den 09. März die Kuh Larissa, eine der fünf neuen Kühe im Bestand des Museumsdorfs, auf den Weg zum Bullen. Stilecht, mit einem von den Stuten Löki und Lotte gezogenen historischen Viehtransporter. Alles aus dem Bestand des Museumsdorfs. Ziel war das Gut Wulfsdorf, wo der dort lebende Bulle per Natursprung zum Einsatz kam. Natürlicher geht es nicht und in den wenigsten Fällen wird heute noch so verfahren. Ob die Aktion von Erfolg gekrönt war, wird sich in 21 Tagen zeigen.




Löki geht links, Lotte rechs, beides Vlaams Paard, eine belgische Kaltblutrasse, Kutscher Daniel Hoffmann, unser neuer Landwirt, begleitet vom ehrenamtlichen Kutscher Karsten Lutz.
Fotos: Helmut Hofer

 

7. März 2018

Plattdüütsch – Dialekt or egen Spraak?

Vun Reimer Lindemann
Körtens keem ik dor över to, as sik twee vun uns Spiekerlüüd ünnerhollen deen, wat Plattdüütsch woll blots en Dialekt weer or doch en egen Spraak. Un as een, de sülmst plattdüütsch snackt, hett mi dat in Gang bröcht, mi doch ins en beten slauer to maken un wat dor över natolesen. Nu bün ik twaars keen Schoolmester or Professer, de de düütsche Spraak studeert un lehrt hett. Aver dat gifft ja noog Böker, wo een dat nakieken kann, un ik heff dor ok wat bi rutfunnen.
Plattdüütsch un Nedderdüütsch meent de sülve Saak: En egen Spraak mit veele nedderdüütsche Dialekten or Mundoorten, man keen eenheitlich Schriftspraak, de överall gellen deit so as in’n Duden för Hochdüütsch. Un dorüm köönt wi ok keen plattdüütsch Spraak spreken, man blots Plattdüütsch as Mundoort snacken. Dat Woortdeel ‚platt’ geiht trüch op en hollandsch Woort un meent so veel as: kloor, düütlich, eenfach, licht to verstahn. Mennigeen meent sachtens ok, dat weer wat mehr vörnehm staats ‚plattdüütsch’ lever ‚nedderdüütsch’ to seggen. Aver dormit is dat sülvige meent.
Wo warrt denn nu plattdüütsch snackt? Kloor, in Noorddüütschland. Man wo wiet reckt dat plattdüütsch Spraakflach na’n Süden? Wenn een in’n Atlas en Streek trecken deit vun Göttingen bet na Landsberg/Warthe in’n Oosten un bet Benrath an’n Rhein in’n Westen, denn hebbt wi so üm un bi de Süüdgrenz. Nöördlich dorvun wahnt also de Nedderdüütschen, de Plattdüütschen, bet ganz hooch in’n Noorden vun Sleswig-Holsten an de däänsche Grenz.

 

Un wat is nu de Ünnerscheed twüschen Hochdüütsch un Nedderdüütsch?
Dat hangt mit de ‚Althochdeutsche Lautverschiebung’ un de ‚Neuhochdeutsche Diphthongierung’ (zwielautige Vokale) tosamen, de in’t fröhe un late Middel-öller de hochdüütschen Mundoorten vun de nedderdüütschen scheden hett. Dat Plattdüütsche hett in de do Tiet verscheden Verännern vun’t Hochdüütsche nich mitmakt. To’n Bispeel in hochdüütsch ie (lang i) is in nedderdüütsch ee or e (lang e). Hochdüütsch Liebe, Dieb, schief, sie, sieben, getrieben is nedderdüütsch Leev, Deef, scheef, se, seven, dreven.
Wiel dat so vele plattdüütsche Dialekte (Mundoorten) gifft is dat nich eenfach, en eenheitlich schreven Spraak dor ut to maken. Alleen in un ümbi Hamborg warrt vele ünnerscheedlich Mundoorten snackt: In’n Haven, Finkwarder, in’t Oolland, in de Elvmasch, Veerlannen, op de Geest, de Noordheid. Un so geiht dat wieder na Holsten, Oostholsten, Angeln, Sleswig, Noordfreesland, Dithmarschen usw. Överall warrt plattdüütsch snackt, man in jede Gegend klingt dat ’n beten anners. Jedeen schrifft dat so, as een dat vun’t snacken un hören wennt is, un dorüm leest een dat ok so, as een sien egen Mundoort in’t Ohr hett.
Dat gifft ’n paar Plattdüütsch Wöörböker, de versöökt dat so’n beten antoglieken, in so’n Oort „Noordnedderdüütsch“ as dat in Sleswig-Holsten, Hamborg, Bremen, Ollenborg un Noordneddersassen snackt warrt. Aver dat is egens bloots en Versöök, Regeln för en Dörchsnitt-Plattdüütsch fast to setten, so as dat denn villicht in’t Ohnsorg-Theater snackt warrt. In Meckelnborg, Vörpommern, Süüdneddersassen, Oostfreesland un Westfalen snackt de Lüüd al so op ehr egen Wies. Man dat maakt de plattdüütsche Spraak mit all ehr Mundoorten ok so lebennig un gifft uns en Stück Heimaat, wo een seggen kann: Hier bün ik to Huus.
Liekers kümmt dat Plattdüütsch ja jümmers mehr in de Kniep. Nich blots, dat vundaag noch wenig Platt snackt warrt. Nee, ok de plattdüütschen Wöör, de wi bruken doot, klingt mennigmaal al bannig hochdüütsch. Un dorüm schüllt un wöllt wi uns Platt ok hegen un plegen, so goot un so lang as dat geiht.

In de Setten vun den Vereen ‚De Spieker’ för dat Museumsdörp Volksdörp heet dat dorüm ok glieks to Anfang in § 2:
Zweck des Vereins sind die Förderung..…der Heimatpflege und die Heimatkunde. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere dadurch, dass der Bevölkerung die landschaftliche, geschichtliche und volkskundliche Eigenart der Heimat bewusst gemacht…..werden. Diesem Zweck dient insbesondere, dass der Verein….. die plattdeutsche Sprache unterstützt.

Dat schüht bi uns in’t Museumsdörp in’n Plattdüütsch Krink un bi de Klöönsnackers.

Dorto passt dat schöne Gedicht „Min Modersprak“ vun den groten plattdüütschen Schrieversmann Klaus Groth ut Dithmarschen (1819-1899), dat he al 1852 in sien eerst Sammelbook „Quickborn“ bekannt maakt hett (in Original-Schrievwies):

Min Modersprak, wa klingst du schön!
Wa büst du mi vertrut!
Weer ok min Hart as Stahl un Steen,
Du drevst den Stolt herut.

Du bögst min stiwe Nack so licht
As Moder mit ern Arm,
Du fichelst mi umt Angesicht
Un still is alle Larm.

Min Modersprak, so slicht un recht,
Du ole frame Red!
Wenn blot en Mund „min Vader“ seggt,
So klingt dat as en Bed.

 

28. Februar 2018

Rund um die Wurst am 25. Februar in besonderer Stimmung

Am Morgen hatte es zu schneien begonnen und so präsentierte sich das Museumsdorf während des ersten Gewerketags im Jahr 2018 in weiß. Durch die Kälte zog es die meisten Besucher ins Innere der Häuser. Im Harderhof wurde das Zerlegen eines (Bio-)-Schweins samt kompletter Nutzung der tierischen Bestandteile für Fleisch- und Wurstwaren demonstriert und im Wagnerhof gab es neben der obligatorischen Kaffeetafel viel zum Thema Fleisch zu lernen – dementsprechend gut besucht waren die historischen Gebäude. Draußen konnte man sich unter anderem mit einer kräftigen Fleischbrühe, einer Grillwurst, heißem Apfelpunsch oder Fliederbeersaft erwärmen. Viele Gäste verbrachten wieder eine lange Zeit im verschneiten Museumsdorf.

 

14. Februar 2018

Lokis Logbuch

Hallo liebe Kinder,
bei uns sind nun schon fast alle Lämmer da. Wir warten nur noch auf eine Ziege und ein Schaf, dann sind wir fast wieder komplett. Es fehlen dann eigentlich nur noch die Schweine. Ich habe neulich schon mal den Stall inspiziert und festgestellt, da müssten wir aber noch einiges tun. Egbert hat mich dabei beobachtet und meine Zweifel erkannt. Dann hat er mir aber gesagt, dass es nicht so drängelt, weil wir in diesem Jahr keine Schweine haben werden. Das hat mit der Schweinepest zu tun. Es wäre zu gefährlich für unsere Schweine. Das finde ich schade. Die Schweine haben zwar nie auf mich gehört, aber sie gehören doch dazu. Es wird mir etwas fehlen, weil Egbert sie manchmal mit Eiern gefüttert hat und ich immer eins ab bekommen habe.
So nun Tschüß - bis bald
Euer Loki

 

8. Februar 2018

Museumsdorf bei "Aktivoli" dabei

Am Sonntag den 11. Februar 2018 findet von 11 bis 17 Uhr im Börsensaal der Handelskammer Hamburg die 18. Aktivoli Freiwilligenbörse statt. Dieses Jahr ist auch das Museumsdorf Volksdorf mit einem Stand vertreten, um aktiv um ehrenamtliche Mitarbeiter für das "lebendige Museum" zu werben, denn der Bedarf an Ehrenamtlichen ist nicht nur an unseren Veranstaltungstagen hoch. Auch für den alltägliche Ablauf werden helfende Hände aus allen Bereichen - nicht nur aus Handwerk und Landwirtschaft - benötigt. Das Museumsdorf hofft, auf diese Weise möglichst viele zukünftige Mitarbeiter für die spannende und abwechslungsreiche Arbeit im Museumsdorf zu begeistern. Schauen Sie am Sonntag doch einfach mal bei Aktivoli vor bei. Der Eintritt ist frei.

 

23. Januar 2018

Lokis Logbuch

Hallo liebe Kinder,
ich wünsche euch ein schönes Jahr mit viel Spaß und Freude. Ich hoffe ihr erlebt viele aufregende Abenteuer. Ich hoffe auch, das Wetter spielt mit. Für mich ist es auch nicht mehr so einfach mit dem Klimawandel, ich mag nicht immer nur durch die Pfützen laufen und dann kommt mit dem Regen auch noch Wind. Das geht mir auch durch und durch. Ich bin ja nicht mehr der jüngste. Bei Egbert habe ich nicht viel Mitleid bekommen. Der sagt nur „da musst du durch“ oder „stell dich nicht so an“, aber bei Jessica und Renate geht es. Man muss nur richtig traurig aussehen, den Kopf noch zur Seite drehen und etwas vorwurfsvoll den Blick nach oben richten und siehe da, es hat geklappt. Ich habe jetzt einen schönen warmen Regenumhang. Ich hoffe ich brauche ihn nicht immer.
Bis bald, Euer Loki

 

23. Januar 2018

Es bleibt veränderlich...

Schon jetzt zeichnet es sich ab: Das Jahr 2018 wird für das Museumsdorf zahlreiche Veränderungen bringen. Einige werden hinter den Kulissen stattfinden, andere werden auch für die Besucher sichtbar sein. Der bisherige Pferdewart hat seine Tätigkeit im Dezember beendet. Ein Nachfolger ist bereits in Sicht. Wenn alles klappt wie geplant, werden sich dadurch für das Museumsdorf ganz neue Möglichkeiten ergeben und der Tierbestand wird sich grundlegend verändern. Mehr soll noch nicht verraten werden.
Dringende Renovierungs- und Erhaltungsarbeiten an Gebäuden und auf dem Gelände stehen an und sollen in diesem Jahr durchgeführt werden. Dazu gehören auch für Besucher deutlich verbesserte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Eingangsbereich.
Weiterhin große Probleme bereitet der Mangel an ehrenamtlichen Mitarbeitern, die bereit sind bei den Veranstaltungen mitzuwirken, sowohl am Veranstaltungstag selbst, wie auch bei der Planung und Vorbereitung. Das ist zur Zeit die größte Herausforderung, denn das Museumsdorf bekommt, im Gegensatz zu den staatlichen Museen, keine finanzielle Unterstützung von der Stadt Hamburg für den laufenden Betrieb und ist auf die Einnahmen aus den Veranstaltungen angewiesen. Das macht, wie bereits Ende letzten Jahres angekündigt, ein verändertes Veranstaltungskonzept erforderlich. Es wird also kein langweiliges Jahr. Die Spannung bleibt.

 

23. Januar 2018

Der neue Azubi

Seit Ende letzten Jahres hat das Museumsdorf einen neuen Lehrling bei den Pferden. Er ist vier Jahre alt, heißt Immo und ist ein Kaltblutwallach wie Umberto und Erik. Anders als die beiden hat er aber keine Blesse, sondern ist an seinem Stern auf der Stirn zu erkennen. Eigentlich ist er noch ein Baby und hat auch schon einen Milchzahn verloren. Trotzdem beginnt für ihn schon der Ernst des Lebens, denn übertragen auf den Menschen wäre er jetzt etwa 14 Jahre alt und hat auch schon eine passable Körpergröße erreicht. Er ist bisher nur leicht eingefahren und tritt jetzt seine Ausbildung als Arbeitspferd an. Bis er alle in der Landwirtschaft anfallenden Arbeiten wie Pflügen, Holzrücken und Kutschieren sicher beherrscht werden drei Jahre vergangen sein – ähnlich wie die Ausbildungsdauer bei den Menschen. Bisher macht er einen guten Eindruck, stellt sich gelehrig an und ist auch schon mehrmals gefahren. Nach seiner Ausbildung soll er Umberto ersetzen, der dann das Rentenalter erreicht haben wird.

 

14. Januar 2018

Vorschau auf das Jahr 2018

Für 2018 sind wieder zahlreiche Veranstaltungen in Planung. Neben den regelmäßigen Veranstaltungen wie dem Plattdüütsch Krink oder dem Heimatkundlichen Gesprächskreis kann man beim Spinnwettbewerb am 11. März oder im Lehmbaukurs vom 13. bis 15. April altes Handwerk selbst praktizieren bzw. erlernen oder einfach nur zuschauen. Auch die Gewerketage bieten einen Einblick in die frühere Zeit: Am 25. Februar geht es wieder Rund um die Wurst, am 22. April stehen während des Treckertreffens historische Antriebstechniken im Mittelpunkt. Neben unserem "Sommerhöhepunkt" der Johannishöge am 24. Juni sind auch wieder das Aufstellen des Maibaum am Abend des 30. April der Bauernmarkt am 25. März im Programm.
Dies ist nur eine kurze Vorschau auf das erste Halbjahr. Weitere Veranstaltungen sind in Planung - es lohnt sich also, regelmäßig in unseren Veranstaltungskalender zu schauen.

 

12. Januar 2018

Neue Spieker-Uhl erschienen

In der neuesten Spieker-Uhl sind vier Volksdorfer Lebens-Erinnerungen aus der Zeit zwischen 1890 und 1950 zusammengestellt. Walter Eggers erzählt über den Beginn seines Großvaters als Volksdorfer Friseur. Die Freiwillige Feuerwehr glänzt bei einer Übung, die der Branddirektor Westphalen durchführen lässt durch einen kleinen Trick. In der zweiten Geschichte berichtet Frau Grebe über ihre Großeltern Flöring und die Volksdorfer Bahnhofsgastätten. Frau Kratzmann war schon als Kind mit ihrem Vater häufig in Volksdorf und hat hier später auch gewohnt. Hans von Ohlendorff berichtet aus der Zeit der Familie mit Jagden und Kinderfesten.

Auf dem Weg nach Volksdorf - Vier Erinnerungen - Eggers, Grebe, Kratzmann, von Ohlendorff
ISBN 978-3-947407-01-9
5,00 €
Erhältlich auch in Emmis Krämerladen!

 

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