Rund um die Wurst

Fleisch und Wurstwaren sind heute jederzeit verfügbar. Frisch aus dem Fleischerfachgeschäft, dem Supermarkt oder abgepackt im Kühlregal. Aber wie werden diese Produkte eigentlich hergestellt? Seit Ende 1992 verbietet das Gesetz über den Schlachtbetriebszwang, wie es so schön behördlich korrekt heißt, in Hamburg die die Hausschlachtungen. Am 23. Februar 2020 werden von 11 bis 17 Uhr im Museumsdorf Volksdorf die Uhren etwas zurück gedreht. Keine Angst, an diesem Tag wird kein Tier geschlachtet. Aber es wird gezeigt wie ein Bio-Schwein zerlegt und das Fleisch verarbeitet wird. Wie wird eigentlich Wurstbrät, so heißt die Füllung fachgerecht, hergestellt und wie kommt es in die Pelle? Woraus besteht die Wurstpelle? Nach alten Hausrezepten wird Rotwurst, Leberwurst, Brühe und Schmalz gemacht. Man erfährt alles Wissenswerte über Tiere und für Kinder ist dazu eine Rallye geplant. Wussten Sie eigentlich, dass das Tier das „Netz“ für den Rollbraten bereits in sich trägt und das man früher zum Verschließen und Öffnen einer Konservendose zum Klempner gehen musste?
Damit alles gut schmeckt braucht man natürlich Gewürze. Oder Senf. Zum Beispiel aus dem Kräutergarten. Hier können Kinder und Erwachsene nach eigenem Geschmack mit Kräutern und Gewürzen tätig werden und eigenen Senf herstellen. Außerdem können die Kinder bei verschiedenen Holzarbeiten ihr Geschick beweisen. Im handwerklichen Teil wird ein Gerber zeigen, wie Tierhäute zu Leder verarbeitet werden. Die Seilerei ist in Betrieb und es wird die Kunst des Federn schleißens gezeigt. Gerade ältere Besucher freuen sich, diese längst vergessene Handarbeit einmal wieder hautnah mitzuerleben zu können. Natürlich ist auch wieder Emmis Krämerladen geöffnet - dort gibt es neben klassischen Utensilien für den täglichen Gebrauch auch noch immer Bonbons aus dem Glas - und das Kaufhaus Hillmer aus Bergstedt ist mit Haushaltswaren vertreten.
Es wird wieder eine Bücherecke im Wagnerhof geben, wo interessierte antiquarische Literatur zum Veranstaltungsthema und darüber hinaus erwerben können. Wer hungrig geworden ist und Appetit bekommen hat, kann im Wagnerhof die Schlachtplatte oder heiße Brühe probieren. Danach gibt es dann Kaffee und selbstgebackenen Kuchen aus der Kaffeestuuv und frisches Brot aus dem Dorfbackofen. Auch die Schänke und die Grillstation fehlen nicht.

Eintritt: Familien 9,50 Euro, Erwachsene 5 Euro, Schulkinder 1 Euro. Mitglieder haben gegen Vorlage ihrer Mitgliedskarte freien Eintritt.