Museumsdorf Volksdorf
erleben, gestalten, erhalten

Schmiede


Die Schmiede in Wohldorf wurde wahrscheinlich 1832 errichtet. Sie wechselte mehrfach den Besitzer und war bis etwa 1940 in Betrieb. Danach verfiel das Gebäude und war 1963 nicht mehr zu erhalten. Es wurde vor dem Abbruch aufgemessen, das Werkzeug, das Gewölbe der Esse und der Blasebalg wurden geborgen. Nach den alten Aufmaßen und unter Verwendung der geborgenen Teile wurde die Schmiede 1976/77 im Museumsdorf auf dem Platz einer ehemaligen Stellmacherei wiederhergestellt.  
  
Das Gebäude ist ein einfacher, eingeschossiger Fachwerkbau von 16,25 m Länge und 6,90 m Breite. Auffällig ist am Werkstattgiebel die drei Meter tiefe Giebellaube, die durch sechs starke Eichenstämme abgestützt wird. Derartige Lauben sind in dieser Gegend völlig untypisch. Es wird vermutet, dass der Bauherr während seiner Gesellenwanderschaft diesen Haustyp kennengelernt hat.


Als einziges Haus ist das Dach der Schmiede mit Tonpfannen eingedeckt, während alle anderen Gebäude mit Reet (bzw. ursprünglich mit Stroh) gedeckt sind. Die Mehrkosten für die Tonpfannen hatte der Schmied damals allerdings in Kauf nehmen müssen, da die Brandgefahr durch das funkensprühende Schmiedefeuer sonst zu groß war. Der Raum im Inneren der Schmiede wird etwa zur Hälfte durch die Werkstatt eingenommen, die originalgetreu wiederhergestellt wurde. Sie ist im Rahmen der Führungen zu besichtigen, zu Veranstaltungen und gelegentlichen Schmiedekursen wird sie auch in Betrieb genommen. Im Wohnteil der Schmiede residiert "Emmis Krämerladen" im Stil einer Gemischtwarenhandlung von vor etwa 100 Jahren.




Weitere Informationen geben wir Ihnen gern bei einer Führung
 
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